Burger? Fischstäbchen? Schnitzel? Eine neue Studie verrät, was Kinder wirklich gerne essen!

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Wie ernähren sich Familien? Was essen Sie? Fast Food? Salat? Fisch? Pasta? Was wird am meisten gegessen, was nicht? Welches “Vorurteil” trifft zu? Welches Klischee wird erfüllt? Um Antworten auf diese und andere Fragen zu bekommen, beauftragte die Schweizer Unternehmensgruppe AMC (Alfa Metalcraft Corporation) das Institut für Demoskopie Allensbach mit einer bisher einmaligen repräsentativen Studie.
Erstmals wurden dazu nicht nur die Eltern sondern auch deren Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren befragt.
Und dies hier sind die wesentlichen Ergebnisse:
Schlechtes Gewissen der Eltern
Was die Ernährung Ihrer Kinder angeht, haben viele Eltern ein schlechtes Gewissen (38%). Der häufigste Grund: Sie genügen ihren eigenen Ansprüchen beim Kochen nicht. Oftmals (40%) entscheiden Sie sich auch für Fertiggerichte, anstelle selber den Herd anzuschmeissen und nur allzugerne lassen Sie von den eigenen Kids um den Finger wickeln, was die Wahl des Essen´s angeht.
Im Supermarkt, ein ähnliches Bild: 49% der Väter und Mütter sagten, dass sie ihren Kindern bei einem gemeinsamen Einkauf Süßigkeiten kaufen, wenn sie sich das wünschen.
Fast-Food Irrtum
Fischstäbchen, Schnitzel, Pommes und Hamburger sind der Kinder liebsten Speise. Richtig? Nein! Falsch! Die Ernährungsstudie zeigt, dass es sich hierbei um einen krassen Mythos handelt. Nur bei 6% der Kinder sind die Favoriten Fischstäbchen und Burger. Schnitzel mit Pommes und Bratwurst liegen mit fünf Prozent abgeschlagen auf den hinteren Plätzen. Spitzenreiter sind hingegen Spaghetti (46%) und Pizza (21%).

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Mit Messer und Gabel
Laut der Studie spielt das soziale Umfeld eine ebenso grosse und bedeutende Rolle bei der Ernährung. Es heisst, dass “ein Viertel aller Eltern aus unteren sozialen Schichten keinen besonderen Wert darauf legen, dass ihre Kinder von ihnen lernen, wie man mit Messer und Gabel isst. Und dass beim Essen der Fernseher läuft, stört die Hälfte aller Eltern aus der schwächeren sozialen Schicht nicht weiter.”
Weiter heisst es, dass es bei 80% der einkommensstarken Familien verpönt sei, den Fernseher während des Essens laufen zu lassen, 81% dieser Familien legen besonders großen Wert darauf, dass erst mit dem Essen begonnen wird, wenn alle am Tisch sitzen. In Familien aus schwächeren sozialen Schichten sind dies nur 49%.
Vergleich früher/heute
“Was auf den Tisch kommt, wird auch gegessen”, pflegte Grossmutter (zumindest meine; denn ansonsten würde am nächsten Tag ja nicht die Sonne scheinen) immer zu sagen. “Iss Deinen Teller leer” und “Komm pünktlich zum Essen”, sind zwei weitere Gepflogenheiten, die die meisten nur allzu gut kennen. Das war früher so. Doch im Laufe der Jahre hat sich auch hier einiges geändert. “Während sich heute 71% der Eltern daran erinnern, dass ihre eigenen Väter und Mütter früher Wert darauf legten, dass alle pünktlich zum Essen erscheinen, erwarten sie dies selbst nur noch zu 59% von ihren Kindern. “
Lediglich 13% der Eltern verlangen heute von ihren Kindern, dass sie den Teller leer essen – früher waren es noch 64%. Ähnlich deutlich ist der Gegensatz bei der Forderung “es wird gegessen, was auf den Tisch kommt”. Früher legte die deutliche Mehrheit der Eltern (75%) darauf großen Wert, heute sind es nicht einmal halb so viele (31%). Die neuen Tischmanieren sind: “Den Teller nicht zu voll packen”, sondern lieber ein zweites Mal nehmen (heute 70%, früher 47%), und “vor dem Essen nichts naschen” (heute 78%, früher 66%).
Kids did it
Rund 51 Prozent der Kinder zwischen 8 und 12 Jahren können bereits selber kochen. Selbstständig. Ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen. Drei der beliebtesten selbstgemachten Kreationen sind: Spaghetti (62%), Spiegel- oder Rührei (38%) und Süßes wie z.B. Wackelpudding (22%).
Eltern kritisieren Kinder-Speisekarten
Nur 40% der Eltern, die auf eine gesunde Ernährung achten, sind mit den angebotenen “Kindertellern” in Restaurants zufrieden. Am meisten kritisieren die Eltern, dass die Speisen zu ungesund seien (52%) und kaum eine Auswahlmöglichkeit bestünde (61%). Die Kids scheinen die “Kinderteller” hingegen zu mögen. Rund 64% sagen, “Finde ich gut”.
Tischgebet
“Danke Herr, für all die Speisen, die wir heute geniessen dürfen!” – Gut ein vierte der Eltern (23%) legte damals grossen Wert auf ein gemeinsames Tischgebet mit den Kindern. Heute wird in lediglich 7% der deutschen Familien ein Tischgebet gesprochen.
Fazit
Ob die Studie – die ja angeblich einmalig sei – jetzt auch so einmalige Ergebnisse liefert, sei mal dahingestellt. Fakt ist jedenfalls, dass es Unterschiede in der Ernährung gibt, wie Sie damals und heute war. Aber hey – soll das jetzt unbedingt schlecht sein? Immerhin gehen wir heute in den Supermarkt, und jagen mit Keule und Wurfspeer im nächstgelegenen Wald unser Abendessen. Ist doch auch schon was, oder nicht?
Von dem Gesichtspunkt aus Gesehen, ist doch eigentlich jede Fortentwicklung nur ein weiterer Weg zur Normalität. Hört sich vielleicht bescheuert an – ist aber so. Denke ich mal. Aber letzen Endes ist das auch wieder so ein Thema über das sich bis zum Tode debattieren und diskutieren lässt .. Beenden wir die doch irgendwie interessanten Informationen über des Menschen Nahrungsaufnahme mit einem kurzen Tischgebet: Amen!
Quelle: Pressemitteilung / via 2
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Kommentare
Was meinst Du?
“(40%) entscheiden Sie sich auch für Fertiggerichte,”
Wenn man so was liest, dann kann man eigentlich in der Regel nur seiner Mutter danken, dass sie einen gute ernährt hat. Allein wenn man die Fernsehwerbugn schon anschaut und mal kurz die Lebensmittelindustrie betrachtet wird doch schon einem schlecht. Begriffe wie “Plastikessen” müssten doch eigentlich jeden Tag fallen – oder?
Gruß Paul
@Paul: Ich denke, da hast Du recht! Thx unseren Mami´s!