BP
Eigentlich galt die “TOP KILL Aktion” im Golf von Mexiko schon als die fast todsichere Variante, dem Öl Deaster vor den USA ein Ende zu setzen. Schlamm und Zement sollten dabei den beschädigten Bohrkopf verschliessen. Wie der BP-Chefingenieur Doug Suttles am gestrigen Samstag mitteilte, ging die ganze Aktion in die Hose. Man bereitet derzeit einen anderen Abdichtungsversuch vor.
Marlies Uken hat auf der Zeit einen sehr kurzen aber interessanten Blogpost veröffentlicht, der sich insbesondere mit einer Frage beschäftigt, die auch in den USA weiterhin Wellen schlägt: Wie kann man dem mächtigen Ölkonzern BP an den Kragen?
Seit einigen Wochen schon wabert in den USA eine Debatte durch die Blogs, etwa hier bei bei der Konsumguerilla Adbusters aus Vancouver. Wie lässt sich BP für die Ölkatastrophe belangen? Jetzt kommen die ersten Stimmen auf, die sogar den Internationalen Strafgerichtshof involvieren wollen: Er solle ebenfalls für Umweltzerstörung bzw. Ökozid (im Englischen ist von “Ecocide” die Rede) zuständig sein. Eine Facebook-Gruppe hat sich bereits etabliert. Aufgebracht hat die Idee übrigens unter anderem Polly Higgins, eine Umweltrechtlerin, die sich für eine stärkere Verankerung des Umweltschutzes im internationalen Recht einsetzt – gerne auch radikal gedacht, wie ihre Homepage www.treeshaverightstoo.com zeigt.
Sehr, sehr geiles Bild, dass derzeit echt zur prekären Lage, voller Zynismus passt. BP einer der Sponsoren vom Golf von Mexiko. Passend dazu noch der Spruch eines Reddit Users:
You know, they did donate a lot of oil to the ecosystem of the Gulf of Mexico. Oil is very expensive.
Die Macher von Demotivators haben ´nen neues T-Shirt kreiert, dass der harten Arbeit des Ölkonzernes (den wir doch alle lieben) BP zu gedenken. Und so schauts aus:
“We´re bringing oil to the American Shores – Wir bringen das Öl an die amerikanische Küste. BP.”


