Katastrophe
Das ganze Drama dass sich an der amerikanischen Küste abspielt nimmt ja schon seit Zeiten kein Ende. Nun aber – will man einen Schlussstrich ziehen. Du denkst jetzt vielleicht, “ENDLICH!” – aber der Schlussstrich sieht ganz anders aus.
Die Küstenwache am Golf von Mexiko setzt eine Strafe in Höhe von 40.000 US-Dollar für alle Journalisten und Fotografen aus, die unmittelbar von der Ölkatastrophe berichten wollen. Wer näher als rund 20 Meter ans Geschehen will, braucht nun eine ausdrückliche Erlaubnis.
(Youtube Link / via Blokster)
Irgendwie kommt die Videobotschaft ziemlich spät, meines Erachtens. Um es mal krass auszudrücken, ist die Kacke im Golf von Mexiko schon seit vielen Wochen derbst am Dampfen – aber erst jetzt müht sich BP CEO in einem “Bekennervideo” zu der Ölkatastrophe, die wirtschaftlich Milliarden Schäden angerichtet hat und es noch werden tut. Ganz zu schweigen von dem Naturellen unwiderbringbaren Schaden ..
The Gulf spill is a tragedy that never should have happened. I’m Tony Hayward.
BP has taken full responsibility for cleaning up the spill in the Gulf. We’ve helped organize the largest environmental response in this country’s history. More than 2 million feet of boom, 30 planes and over 1,300 boats are working to protect the shoreline. Where oil reaches the shore, thousands of people are ready to clean it up. We will honor all legitimate claims and our clean-up efforts will not come at any cost to taxpayers.
To those affected and your families, I’m deeply sorry. The Gulf is home for thousands of BP employees and we all feel the impact. To all the volunteers and for the strong support of the government, thank you. We know it is our responsibility to keep you informed and do everything we can so this never happens again.
We will get this done. We will make this right.
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Photo: Wikimedia Commons
Irgendwie war es eigentlich allen schon klar. Das Szenario, welches sich seit Wochen im und vor dem Golf von Mexiko abspielt ist katastrophal. Das Öl verseucht das Meer. Tiere sterben. Riffe werden zerstört und folglich schwindet der Lebensraum vieler Unterwasserarten. Und die widerum sind Lebensgrundlage vieler ortsansässigen Fischer, deren Existenz dank BP auf dem Spiel steht, gleichwohl der Ölkonzern angekündigt hat, alle Schäden finanziell zu tragen.
Also alles in allem sprechen Medien und Normal Sterbliche schon seit langem von einer Öl-Katastrophe. Nur die Reichen und Mächtigen des Ölkonzernes BP taten es lange Zeit nicht. Nun aber müssen Sie der schwarzen Scheisse im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge sehen. Chef Bob Dudley, müht sich nun – nach langem hin und her, zu der Aussage, dass das Desaster im Golf von Mexiko eine “Katastrophe” ist.
Die Kacke an der Ostküste der USA ist derzeit echt am dampfen .. der Ölteppich nähert sich immer weiter dem Lande – und ist so gross wie nie erwartet, und kann derben Schaden anrichten. Noch mehr als bereits getan ..
NEW ORLEANS – Debris and oil from the Deepwater Horizon drilling platform float in the Gulf of Mexico after the rig sank April 22, 2010. The mobile offshore drilling platform was engulfed in flames after an explosion April 20. The Coast Guard continues to search for the 11 missing workers. via
Jetzt titelt die FAZ “BP will Kosten der Katastrophe übernehmen“. In der Meldung heisst es ..
Angesichts der Ölpest im Golf von Mexiko hat der Energiekonzern BP die Übernahme der Kosten in Verbindung mit dem Unfall angekündigt. BP werde „alle nötigen und angemessenen Kosten für die Reinigung“ übernehmen, heißt es in einer Mitteilung auf einer eigens eingerichteten Internetseite.
Bin ich Panne? Wie will BP den Schaden bitte tilgen, ohne dreimal hintereinander Insolvenz anzumelden?! Der Schaden ist ja nicht nur einmalig!! Sondern von Dauer und durch langfristige Augen zu betrachten! Kann sich BP doch an der Hand abzählen:
1. Erstmal die Kosten für die ganzen Versuche den weiteren “Öl-Ausbruch” zu verhindern. Was noch immer nicht gelang. Nun will man da so ne Kuppel – wie man sich die aus dem Petersdom vorstellen kann – über die unterwasser Pumpe bauen.
2. Die Kosten den Schaden zu begrenzen. Was nicht gelingt.
3. Die Fehleinnamen der dortigen Wirtschaft, also Fischer, und der ganze Handel der da zugegen massgeblich durch den Ölteppich beeinträchtigt wird. Dadurch werden Existenzen zerstört. Denn viele Leute können es sich nicht leisten, Wochenlang nicht zu arbeiten. Also Unkosten.
4. Der Schaden an der Natur. Das Wasser ist verpestet – und mit dem Öl Teppich verenden jede Menge Fische, Pflanzen und mehr.
Alleine diese Kosten dürften schon ins Gewicht fallen. Und wenn das Öl die Küste vollends erreicht, ist die Scheisse aber echt am dampfen.
Dank der NASA haben wir ja schon einen recht schönen Eindruck von dem Ausmass des Öl Desaster am Golf vomn Mexiko. Heute titelt die ZEIT “Ölaustritt viel höher als angenommen” ..
In der untergegangenen Bohrinsel im Golf von Mexiko wurde ein drittes Leck entdeckt, aus dem tonnenweise Öl ins Meer sprudelt. Der Gouverneur von Louisiana hat Nothilfen beantragt.
Rückschlag im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko: Nach Angaben des Senders CNN fließt pro Tag fast fünf Mal so viel Öl ins Meer wie bisher angenommen. Mary Landry von der US-Küstenwache hatte bereits vor dieser neuen Hiobsbotschaft mitgeteilt, dass der Ölteppich auf dem Meer unter den derzeitigen Wetterbedingungen am Freitag die Küste des US-Bundesstaates Louisiana erreichen werde.
Übel, Übel ..
